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Glasfaser-Ethernet erweitert die Anbindung an die industrielle Automatisierung

May 19, 2026

Stellen Sie sich eine weitläufige Fabrikhalle oder einen komplexen Industriepark vor, in dem mehrere Allen-Bradley-SPS-Geräte über verschiedene Bereiche verteilt sind und einige bis zu 1,5 Kilometer voneinander entfernt sind. Die Herausforderung besteht darin, ein stabiles Ethernet-Netzwerk einzurichten, das alle SPS zur zentralen Überwachung und Verwaltung mit FactoryTalk View Studio SE verbindet. Während herkömmliches Kupfer-Ethernet für solche Langstreckenanforderungen nicht ausreicht, erweist sich die Glasfaserkommunikation als optimale Lösung – obwohl sie Fragen zu Konfiguration, Latenz und Verbindungsmethoden aufwirft.

Die Anatomie der Glasfaserkonfiguration

Die Wahl eines Allen-Bradley-Ethernet-Switches mit dedizierten Glasfaseranschlüssen ist der erste Schritt zum Aufbau eines effizienten Glasfasernetzwerks. Der Schlüssel zur richtigen Glasfaserkabelkonfiguration liegt im Verständnis der Schnittstellentypen und Glasfasermedien. Die industriellen Ethernet-Switches von Allen-Bradley, wie z. B. die Stratix-Serie, verwenden in der Regel standardmäßige Glasfaseranschlüsse und -kabel in Industriequalität, sodass keine kundenspezifischen Lösungen erforderlich sind.

Viele Modelle wie die Stratix 2000-Serie verfügen über Duplex-LC-Schnittstellen – einen gängigen, benutzerfreundlichen Steckertyp, der optische Übertragung mit einer Wellenlänge von 1310 nm über Multimode-Faser mit Gradientenindex unterstützt. Bei der Auswahl einer Multimode-Faser ergeben sich zwei Hauptspezifikationen: 62,5/125 μm und 50/125 μm. Beide können die Distanzanforderung von 1,5 km erfüllen, wobei die typische maximale Reichweite 2000 Meter erreicht.

Behebung von Problemen mit der SPS-Antwortlatenz

Eine häufige Sorge besteht darin, ob die Kommunikation über große Entfernungen zu einer erheblichen Latenz führt, die sich auf die SPS-Echtzeitleistung auswirkt. Die Glasfasertechnologie beseitigt diese Sorge effektiv. Die Übertragungsgeschwindigkeit von Glasfaser-Ethernet übersteigt die Verarbeitungsfähigkeiten der SPS-Kommunikation bei weitem. Selbst über Entfernungen von 1,5 km bleibt die Signalübertragungszeit im Vergleich zu internen SPS-Verarbeitungsverzögerungen vernachlässigbar.

Glasfasern bieten eine außergewöhnliche Bandbreite bei minimaler Signaldämpfung und eignen sich daher ideal für die industrielle Fernkommunikation, ohne die Systemreaktionsfähigkeit zu beeinträchtigen. Bei Allen-Bradley MicroLogix-Steuerungen bleibt die Kommunikationsreaktion bei Verwendung von Glasfasernetzwerken unabhängig von der physischen Entfernung.

Praktischer Leitfaden für Glasfaserverbindungen
  1. Wählen Sie geeignete Faserbrücken aus:Wählen Sie LC-Steckerbrücken passend zu Ihrem gewählten Fasermedium (Multimode).
  2. Anschlüsse gründlich reinigen:Verwenden Sie spezielle Glasfaserreinigungswerkzeuge, um Staub von Jumpern und Switch-Ports zu entfernen.
  3. Verbindungen herstellen:Stecken Sie die Jumper-Enden in Switch-Ports und Netzwerkgeräte und sichern Sie die LC-Stecker mit ihrem Einrastmechanismus.
Kabelauswahl: Tight Buffer vs. Loose Tube

Bei der Beschaffung von Glasfaserkabeln von Herstellern wie Belden ergeben sich zwei strukturelle Optionen:

  • Bündelader:Verfügt über mit Gel gefüllte Pufferschläuche, die die Fasern vor Umwelteinflüssen wie Feuchtigkeit und Gefrieren schützen, wodurch sie sich ideal für den Einsatz im Freien oder in rauen Umgebungen eignen.
  • Enger Puffer:Trägt direkte Schutzbeschichtungen für bessere mechanische Festigkeit und einfacheren Anschluss auf, geeignet für Inneninstallationen wie Rechenzentren oder Gebäudeverkabelung.

Bei FactoryTalk AssetCenter-Remotezugriffsimplementierungen erweist sich die lose Röhrenkonstruktion für Routing-Segmente im Freien als zuverlässiger, während ein enger Puffer für Indoor-Strecken besser funktioniert.

Überlegungen zur Anzahl der Glasfaserkerne

Glasfaserkabel enthalten mehrere Adern (1–12), wobei die Auswahl vom Netzwerkdesign und den Erweiterungsanforderungen abhängt:

  • 1-2 Kerne:Grundlegende Punkt-zu-Punkt-Verbindungen (Sende-/Empfangspaare)
  • 4-12 Kerne:Bietet Redundanz oder separate Kommunikationspfade für verschiedene Protokolle oder zukünftige Erweiterungen

Während für einfaches Ethernet zwei Fasern erforderlich sind, bietet die Auswahl von 4- bis 8-adrigen Kabeln eine größere Flexibilität bei der Trennung von Steuersignalen von Datenströmen oder der Anpassung an zukünftiges Netzwerkwachstum.

Gigabit-Geschwindigkeiten: Multimode vs. Singlemode-Glasfaser

Für 1000 Mbit/s (Gigabit)-Implementierungen über 1,5 km Entfernungen:

  • Multimode-Faser (MMF):Funktioniert für kürzere Entfernungen (≤550 m bei 1000 Mbit/s mit OM3/OM4-Glasfaser) und wird für 1,5 km-Gigabit-Anforderungen unpraktisch.
  • Singlemode-Faser (SMF):Die bevorzugte Wahl für Gigabit-Ethernet über große Entfernungen (1000Base-LX) und unterstützt Übertragungen bis zu 10 km.

Für 1,5 km lange Gigabit-Netzwerke liefern Singlemode-Glasfaser mit 1000Base-LX SFP-Modulen in Stratix 8000-Switches optimale Leistung. Wenn Budgetbeschränkungen bestehen und 100 Mbit/s ausreichen, bleibt Multimode-Glasfaser mit 100Base-FX-Ports sinnvoll, allerdings nicht für Gigabit-Geschwindigkeiten über diese Entfernung.