January 13, 2026
Stellen Sie sich vor, ein schweres Gewitter legt Ihre Heimelektronik komplett lahm – ein kostspieliger Albtraum, verursacht durch eine unsichtbare Bedrohung: Überspannungen. Die Frage, wie viel Überspannungsschutzkapazität (gemessen in Kiloampere oder kA) erforderlich ist, um Haushaltsgeräte zu schützen, hat unter Fachleuten eine heftige Debatte ausgelöst.
Elektroexperten sind sich einig, dass die Auswahl des geeigneten Überspannungsschutzes von mehreren Faktoren abhängt, darunter die geografische Lage des Hauses, die Zuverlässigkeit des Stromnetzes und die Empfindlichkeit der angeschlossenen Geräte. Für die meisten Wohnhäuser bieten Überspannungsschutzgeräte mit einer Nennleistung zwischen 40 kA und 80 kA einen ausreichenden Schutz vor typischen Spannungsschwankungen.
Häuser in Gebieten mit hoher Blitzfrequenz oder Regionen mit instabilen Stromnetzen benötigen jedoch möglicherweise einen robusteren Schutz – 100 kA oder höher. Haushalte mit teurer Elektronik wie High-End-Audiosystemen, Computern oder Servern sollten ebenfalls Einheiten mit höherer Kapazität in Betracht ziehen, um Schäden durch Spannungsspitzen zu vermeiden.
Es ist entscheidend zu verstehen, dass Überspannungsschutzgeräte Überspannungen nicht vollständig eliminieren; sie reduzieren Spannungsspitzen auf ein Niveau, das Geräte sicher aushalten können. Bei schweren Gewittern oder anderen Situationen mit Überspannungsrisiko ist das Herausziehen empfindlicher Geräte nach wie vor die zuverlässigste Vorsichtsmaßnahme.
Bei der Auswahl eines Überspannungsschutzgeräts sollten Verbraucher nicht nur die kA-Nennleistung, sondern auch die Reaktionszeit des Geräts, die Schutzmodi (einschließlich L-N-, L-G- und N-G-Konfigurationen) und die Einhaltung der Sicherheitsstandards bewerten. Eine professionelle Beratung durch einen zugelassenen Elektriker wird empfohlen, um die optimale Schutzstrategie für die individuellen Bedürfnisse des Haushalts zu ermitteln.